Nordrhein-Westfalen treibt die Lizenzvergabe für Online-Casinos voran

Blake Hartmann · Jul 25, 2026

Nordrhein-Westfalen treibt die Lizenzvergabe für Online-Casinos voran

Blick auf den Landtag von Nordrhein-Westfalen während einer Plenarsitzung zu Glücksspielgesetzen

Nordrhein-Westfalen hat einen Gesetzentwurf zur Änderung des Online-Casino-Glücksspielgesetzes aus dem Jahr 2022 vorgelegt, der private Lizenzierungen von Online-Casino-Spielen nach dem GlüStV 2021 ermöglichen soll, während die erweiterten Befugnisse des zuständigen Ministeriums, neue Vorgaben für Dienstleister sowie Regelungen für Live-Dealer-Streams aus gemeinsamen Räumlichkeiten landbasierter Casinos im Mittelpunkt stehen.

Der Weg durch das parlamentarische Verfahren

Der Entwurf passierte seine erste Lesung im Mai 2026 und erhielt am 10. Juli 2026 eine Empfehlung aus dem zuständigen Ausschuss, sodass der Start des Lizenzvergabeverfahrens für bis zu fünf Konzessionen unmittelbar nach der endgültigen Verabschiedung erwartet wird, wobei Beobachter darauf hinweisen, dass diese Schritte den regulatorischen Rahmen für Anbieter weiter konkretisieren.

Erweiterte Zuständigkeiten und neue Anforderungen

Das Ministerium erhält durch die Novelle zusätzliche Aufsichtsbefugnisse, die es ermöglichen, Genehmigungsverfahren und Kontrollen effizienter zu gestalten, während gleichzeitig verbindliche Standards für technische Dienstleister eingeführt werden, die künftig enger an die Lizenzbedingungen gebunden sind und somit die Durchsetzung von Sicherheits- sowie Spielerschutzvorgaben unterstützen.

Live-Dealer-Streams dürfen künftig aus den gemeinsamen Räumlichkeiten landbasierter Casinos übertragen werden, was technische und organisatorische Schnittstellen zwischen stationärem und virtuellem Angebot schafft, ohne dass separate Standorte erforderlich sind, und dadurch die Nutzung vorhandener Infrastrukturen erleichtert.

Vorbereitung des Vergabeverfahrens

Dokumente und Unterlagen zu einem Vergabeverfahren für Glücksspiellizenzen auf einem Besprechungstisch

Nach der Ausschussempfehlung vom Juli 2026 richtet sich der Fokus auf die Ausgestaltung des Ausschreibungsverfahrens, das bis zu fünf Konzessionen umfassen soll, und Experten verweisen darauf, dass die erweiterten ministeriellen Kompetenzen eine zügige Bearbeitung der Bewerbungen ermöglichen, während die neuen Dienstleisterregeln bereits in die Ausschreibungsunterlagen einfließen.

Der Entwurf sieht vor, dass Anbieter künftig sowohl die Anforderungen des GlüStV 2021 als auch die landesspezifischen Ergänzungen erfüllen müssen, was zu einer engeren Verzahnung von bundesweiten und nordrhein-westfälischen Vorgaben führt und den Marktzugang für qualifizierte private Betreiber systematisch regelt.

Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die geplanten Änderungen knüpfen direkt an den GlüStV 2021 an und schaffen innerhalb Nordrhein-Westfalens die notwendigen landesrechtlichen Grundlagen, um private Lizenzen zu vergeben, während die bestehenden Schutzmechanismen für Spieler unverändert erhalten bleiben und durch die zusätzlichen Kontrollmöglichkeiten des Ministeriums weiter gestärkt werden sollen.

Die Gesetzesvorlage zur Änderung des Online-Casino-Glücksspielgesetzes dokumentiert detailliert die vorgesehenen Anpassungen, die nach der finalen Verabschiedung unmittelbar in die Vorbereitung des Lizenzverfahrens münden, sodass Interessenten mit einem klar definierten Zeitplan rechnen können.

Fazit

Die Novelle des Online-Casino-Glücksspielgesetzes in Nordrhein-Westfalen setzt die Vorgaben des GlüStV 2021 auf Landesebene um und bereitet den Weg für ein geordnetes Lizenzvergabeverfahren mit bis zu fünf Konzessionen, während erweiterte ministerielle Befugnisse, Vorgaben für Dienstleister sowie Bestimmungen zu Live-Dealer-Streams aus landbasierter Infrastruktur die zentralen Elemente der Reform bilden, die im Juli 2026 die nächste parlamentarische Hürde genommen haben.